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Was ist eine Schuldverschreibung?

Begriff

Schuldverschreibungen sind Wertpapiere, die Forderungsrechte verkörpern. Sie dienen den Ausstellern (Emittenten) zur Beschaffung von Fremdkapital auf dem Kapitalmarkt und stellen verbriefte Kredite dar. Der Gesamtbetrag des benötigten Kredits wird in Teilbeträge aufgeteilt und in standardisierten Urkunden verbrieft, die dann an Anleger (= Inhaber der Schuldverschreibung) verkauft werden.

Der Inhaber einer Schuldverschreibung hat grundsätzlich:
     •    Anspruch auf Rückzahlung (Tilgung)
     •    Anspruch auf Zahlung von Zinsen zu einem vereinbarten Zinssatz.

Käufer von Schuldverschreibungen erwerben eine verbriefte, verzinsliche Forderung; sie sind somit Gläubiger. Typisch ist bei allen Formen von Schuldverschreibungen, dass sie überwiegend Nicht-Beteiligungscharakter haben. Man erwirbt also kein Mitspracherecht an dem Unternehmen, sondern das Recht auf eine Zinszahlung für das „geliehene“ (=angelegte) Kapital.

Übertragung

Schuldverschreibungen können sowohl als „Inhaberpapiere“ als auch als „Namenspapiere“ ausgestellt werden. Im Fall des Bürgerfonds Schwerin werden sie als „Inhaberschuldverschreibung“ ausgegeben.

Diese können wie eine bewegliche Sache durch Einigung und Übergabe der Urkunde übertragen werden. Dies soll jedoch beim Bürgerfonds dadurch eingeschränkt werden, dass der Empfänger grundsätzlich Kunde der Stadtwerke Schwerin oder einer Tochtergesellschaft des SWS-Verbundes sein muss.

Eine Übertragung des Eigentums an der Schuldverschreibung an dritte Personen, die nicht Kunden der Stadtwerke Schwerin oder eines Tochterunternehmens sind, ist ungeachtet dieser bloß schuldrechtlichen Abrede rechtlich möglich.

Der GES muss im Falle einer Übertragung schriftlich mitgeteilt werden, an wen die Urkunde übertragen wurde, um künftige Zinszahlungen und die Rückzahlung des Betrages korrekt vornehmen zu können.

Rückzahlung

Bei dem Bürgerfonds Schwerin handelt es sich um eine „gesamtfällige Anleihe“. Das bedeutet, dass der gesamte Anleihebetrag am Ende der Laufzeit, also nach 9 Jahren und 10 Monaten, in einer Summe zurückgezahlt wird.

Sicherheit

Unter der Sicherheit von Schuldverschreibungen wird die Sicherstellung der Rückzahlung und der vereinbarten Zinszahlungen durch den Emittenten verstanden. Sie hängt entscheidend von der Bonität des Emittenten ab.

Emission von Schuldverschreibungen durch die Auflegung zur öffentlichen Zeichnung

Bei diesem Verfahren werden Wertpapierprospekte ausgegeben und die Anleger daraufhin zur Abgabe von Zeichnungsangeboten innerhalb einer Zeichnungsfrist aufgefordert. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist werden die Schuldverschreibungen (Bürgerfonds-Anteile) den Anlegern zugeteilt.