EU-geförderte Geothermie

Europäische Union
Europäischer Fonds für
regionale Entwicklung

Moorschutz

Regionales Engagement für konkreten Umweltschutz

Moorlandschaft, Copyright: fotolia.com/ blende40 Mecklenburg-Vorpommern gehört mit einer Moorfläche von über 300.000 Hektar zu den sumpflandreichsten Bundesländern Deutschlands. Diese speziellen Ökosysteme sind sehr effiziente Kohlenstoffspeicher und halten klimaschädliche Treibhausgase im Boden fest, statt sie in die Atmosphäre entweichen zu lassen. Zudem besitzen lebende Moore ein großes Wasserrückhaltevermögen und filtern überflüssige Nährstoffe aus dem Wasser. Sie werden deshalb auch als die „Nieren der Landschaft“ bezeichnet. Außerdem sind sie wertvoller Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Schon eine Fläche von 42 Fußballfeldern wiedervernässt

Daher fördern wir bereits seit 2012 die Wiedervernässung von Mooren, beispielsweise in der Sternberger Seenlandschaft. Dort wurden die Sümpfe Stubbenbrook, Bauernmoor, Rövermoor sowie das Waldmoor Pikerbruch renaturiert, also soweit wie möglich in ihren ursprünglichen ökologischen Zustand versetzt. In den vergangenen Jahren konnten dadurch bereits etwa 30 Hektar Moorlandschaft, was etwa einer Fläche von 42 Fußballfeldern entspricht, erfolgreich wiedervernässt werden. Diese Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts ist entscheidend für die hohe Speicherkapazität von beispielsweise Kohlenstoff – und damit für die Verringerung von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen.

Abgeschlossene Renaturierungsprojekte

Sternberger Seenlandschaft
 
 2012 STUBBENBROOKER MOOR (Quellmoor, Endmoräne)
4,8 ha
 2012 BAUERNMOOR (Teil eines Niedermoors)
 3,2 ha
 2013 RÖVERMUR (Vermoorte Moränensenke)
 6,2 ha
 2014 PICKERBRUCH (1. und 2. Teilmoor)  0,8 ha
 2015 PICKERBRUCH (3. Teilmoor)  1,0 ha
 2017 LANGER SEE OST (Verlandungsmoor) 2,5 ha
 2018 WALDMOORE AM ENTENSEE (Quellmoore)
7,0 ha
   
Feldberger Seenlandschaft
 
 2016 GODENDORFER BRUCH (Niedermoor) 4,0 ha
 

 29,5 ha


Warum ist die Wiedervernässung der Moore so wichtig? nasses Moorgebiet, Copyright: Wikimedia/ Olev Mihkelmaa, CC-BY-SA 3.0

Auch wenn man es ihnen von außen nicht ansehen mag: intakte Moore sind richtige Klimahelden! Durch das stehende Wasser zersetzen sich die für Moore so typischen Torfmoose nicht mehr vollständig und werden zu Torf. Da diese Pflanzen vorher in großen Mengen klimarelevantes Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre aufgenommen haben, wird im Torf intakter Moore nach und nach immer mehr Kohlenstoff „deponiert“. Sie sind also eine sogenannten Kohlenstoffsenke.

Um die Flächen für Land- und Forstwirtschaft nutzbar zu machen, wurde in den vergangenen Jahrhunderten ein beträchtlicher Teil unserer Moore großflächig entwässert und ihr Torf abgebaut. Dadurch wird ihre natürliche Speicherfunktion jedoch stark beeinträchtigt. Steht kein Wasser mehr im Moor, kommen die sonst unter Sauerstoffabschluss gelagerten Torfschichten mit Sauerstoff in Kontakt. Daraus entsteht und entweicht dann das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid. Aber auch weitere klimaschädliche Treibhausgase wie beispielsweise Methan gelangen so in die Atmosphäre.

Vor der Wiedervernässung wurden beispielsweise aus dem Stubbenbrooker Moor jährlich rund 28 Tonnen Kohlenstoffdioxid emittiert. Mit der von uns unterstützten Wiedervernässung wird die Torfzerstörung stark reduziert und damit ein weiterer Anstieg der klimaschädlichen Treibhausgasemission gestoppt.

Langer See Ost - Ein ganz konkretes Beispiel

Im Herbst 2017 haben die Stadtwerke Schwerin in der Sternberger Seenlandschaft die Mit einem Bagger wird das Moor Langer See Ost in der Sternberger Seenlandschaft renaturiert, Copyright: Landesforst M-V Wiedervernässung des Waldmoores "Langer See Ost" im Revier Weiße Krug auf einer Fläche von 2,5 Hektar unterstützt. Hierbei handelte es sich um ein sogenanntes Verlandungsmoor. Durch den Abfluss zum „Langen See“ wurde das Gebiet kontinuierlich trockener, wodurch die charakteristischen Vegetationseigenschaften des geschützten Biotops zunehmend gefährdet waren.

Die Wasserstandanhebung ist schon deutlich zu sehen., Copyright: Landesforst M-V Um die Austrocknung zu verhindern, wurde der Auslaufgraben zunächst gesäubert und dann mit anstehendem Material (Torf) neu verfüllt. Durch die Grabenverfüllung wurde der Ablauf des Wassers unterbunden und so eine Wiedervernässung des Waldmoores erreicht.



Helfen Sie mit!

Der bisherige Erfolg der Maßnahmen und das hohe Interesse unserer Kunden haben uns darin bestärkt, uns weiter zu engagieren. Dazu benötigen wir die Mithilfe unserer Kunden.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Schwerin können Sie als Kunde zum Erfolg der Projekte zur Moorrenaturierung in Mecklenburg-Vorpommern beitragen..

Und so geht's:
Wechseln Sie in die Produkte citygas klima oder citystrom klima bzw. als Nicht-Schweriner in die Produkte meckpommGAS klima oder meckpommSTROM klima.

Von jeder verbrauchten Kilowattstunde Erdgas geben wir 0,125 Cent (netto) an die Stiftung "UmWald" für Naturschutzprojekte in Mecklenburg-Vorpommern. Von jeder verbrauchten Kilowattstunde Strom werden 0,5 Cent (netto) an die "UmWald"-Stiftung gespendet.

Natürlich erhalten Sie ein Beteiligungszertifikat, dass Sie den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Außerdem informieren wir Sie regelmäßig über die umgesetzten Projekte.