EU-geförderte Geothermie

Europäische Union
Europäischer Fonds für
regionale Entwicklung

Tiefengeothermie in Schwerin-Lankow - Das Projekt


Die Erdwärme ist eine unerschöpfliche Quelle, die das ganze Jahr über, unabhängig von Klima oder Jahreszeit, gewonnen und kostengünstig gespeichert werden kann. Dadurch ergeben sich erhebliche CO2-Einsparpotenziale.

Die Stadtwerke Schwerin verfügen über ein gut ausgebautes Fernwärmenetz in der Stadt. So ist die Nutzung der Erdwärme ein konsequenter Schritt in Richtung nachhaltiger und klimafreundlicher Energiegewinnung.

Das geplante Geothermie-Vorhaben symbolisiert auch die Ziele unseres Unternehmens, in Zukunft immer weniger auf fossile Energieträger angewiesen zu sein und sich von den Preisentwicklungen des Gasmarktes unabhängiger zu machen.


Was genau haben wir vor?

Die geologischen Verhältnisse am Standort in Lankow entsprechen denen in der gesamten Region. UNtersuchungen zufolge wird in einer Tiefe von etwa 1.200 Meter zirka 50 Grad Celsius heißes Wasser erwartet. Für die Wärmegewinnung wird diese sogenannte Sole mithilfe einer Pumpe an die Oberfläche befördert.

Die geothermische Energie wird dann durch einen Wärmeübertrager ausgekoppelt und in einem ersten Schritt mittels Wärmepumpen auf cirka 70 Grad Celsius erhitzt. Bevor es für die Fernwärme aber in die Haushalte geht, muss sie noch ein zweites Mal erhöht werden - je nach Jahreszeit und Bedarf auf 80 bis 130 Grad Celsius. Diese zweite Erhitzung erfolgt im Heizkraftwerk Lankow. Das abgekühlte Thermalwasser wird wieder der gleichen Gesteinsschicht zugeführt, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Für weitere Erklärungen haben wir einen Animationsfilm über die Funktionsweise der Tiefengeothermie für Sie erstellt. ► Film jetzt abspielen.

Die Fakten und Vorteile:

  • Erdwärme ist eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die unabhängig von Klima oder Jahreszeit gewonnen werden kann
  • optimale Ausnutzung der geothermischen Energie, da das Fernwärmenetz in Schwerin sehr gut ausgebaut ist
  • die Stadtwerke sind unabhängiger von volatilen Preisentwicklungen an den Gasmärkten
  • es werden zwei Bohrungen bis auf eine Tiefe von cirka 1.200 Metern abgeteuft (eine Förder- und eine Injektionsbohrung)
  • gefördert wird cirka 50 Grad Celsius heißes Thermalwasser
  • bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität der Landeshauptstadt Schwerin bis 2050

Minister übergab Zuwendungsbescheide für Geothermievorhaben an SWS

Minister Pegel übergibt Fördermittelbescheid, Copyright: SWS Energieminister Christian Pegel übergab am 14. Dezember 2015 zwei Zuwendungsbescheide an die Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG. Diese Mittel in Höhe von insgesamt rund 9,2 Mio. Euro sollen gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie und dem Klimaschutz-Darlehensprogramm für das Projekt „Thermische Nutzung der vorhandenen Thermalsole zur Fernwärmeversorgung in der Stadt Schwerin“ eingesetzt werden.


gefördert durch:


KfW Bankengruppe, Copyright: KfW Bankengruppe