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Moderne Energieerzeugung


Als modernes Versorgungsunternehmen gestalten wir die Energiewende aktiv mit. So betreiben wir unter anderem eine Biogas-Anlage sowie verschiedene Photovoltaik-Anlagen. 2023 haben wir unsere erste Geothermie-Anlage in Betrieb genommen, welche die Schweriner Haushalte anteilig über die erneuerbare Erdwärme beheizt. 

Die Errichtung weiterer Geothermie-Anlagen in Schwerin wird aktuell geprüft. Darüber hinaus sind unsere beiden Heizkraftwerke an den Energiestandorten Schwerin Süd und Lankow nach einem umfassenden Modernisierungsprozess auf dem neuesten Stand der Technik und zählen zu den effizientesten Anlagen weltweit.

Klimaschonend durch Hightech

 

Für eine nachhaltige Erzeugung, die bestmögliche Ausgangslage für die Energiewende sowie die Versorgungssicherheit der Landeshauptstadt Schwerin, haben wir im Zeitraum 2021 bis 2024 unsere beiden Gas-Heizkraftwerke grundlegend saniert. Dafür haben wir insgesamt 70 Millionen Euro in modernste Anlagentechnik investiert. Beide Erzeugungsanlagen können anteilig mit Wasserstoff betrieben werden.

 

Ein Mann mit Warnweste und Helm zeigt mit dem Finger auf das Heizkraftwerk Schwerin Süd.
Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)

Funktionsweise der Heizkraftwerke

Grafische Darstllung der Funktionsweise Heizkraftwerke Schwerin

Die Grafik zeigt die verschiedenen Bestandteile eines Kraftwerks sowie die Verfahrensschritte der Kraftwärmekopplung zur gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme. 

Der Prozess beginnt beim Verbrennen von Erdgas in zwei Gasturbinen. Die Abgase treiben Netzturbinen an und gleichzeitig im Abhitzekessel eine Dampfturbine, wodurch Strom erzeugt wird. Im nächsten Schritt wird der Abdampf im Heizkondensator genutzt, um das Fernwärmewasser zu erhitzen. Für die Verteilung an die Schweriner Haushalte sorgen im Strombereich die Trafostationen. Der Wärmespeicher enthält Heißwasserreserven für die sichere Bereitstellung von Fernwärme in Spitzenzeiten.

Alles rund um die Heizkraftwerke

Alles rund um die Heizkraftwerke

Wir lassen keine Fragen offen.

Wie funktioniert das Kraftwerk?

Das Herzstück unserer Anlagen sind die Gasturbinen. Diese werden aktuell mit Erdgas betrieben, können aber auch anteilig über Wasserstoff angetrieben werden.

Die bei der Verbrennung des Gases entstehenden Abgase, treiben die Netzturbinen an. Diese sind mit einem Generator verbunden, wodurch Strom entsteht. 

Die heißen Abgase werden außerdem genutzt, um im Abhitzekessel Dampf zu erzeugen. Dieser wird wiederum an die nachgelagerten Dampfturbinen weitergeleitet. Diese treiben ebenfalls einen Generator an, was zur weiteren Stromproduktion führt. 

Der übrig gebliebene Abdampf wird schließlich noch im Heizkondensator für die Erwärmung des Fernwärmewassers verwendet.

Durch die mehrfache Nutzung des Gases und die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme, gilt die Erzeugung als sehr effektiv. Das Verfahren ist als Kraftwärmekopplung bekannt.

Welche Komponenten wurden erneuert?

In Schwerin Süd wurden, neben zwei neuen Gasturbinen, neuer Leittechnik, neuen Generatoren, auch zwei neue Heizkondensatoren verbaut. Diese moderne Technik sorgt für ein besseres Verhältnis von Stromleistung und Wärmeleistung.

Das Einbringen der Großkomponenten in das Kraftwerk war jedes Mal wieder ein spannendes Unterfangen. Teilweise mussten die Fassaden extra geöffneten werden, um die Kolosse mit bis zu 15 Meter Länge und 70 Tonnen Gewicht in der Halle zu platzieren.

Was wird aus überschüssiger Energie?

Wird die erzeugte Wärme nicht sofort benötigt, speisen wir sie an unserem Energiestandort Schwerin Süd seit 2008 in einen Wärmespeicher ein. Dieser funktioniert wie eine Thermoskanne und hält für kurzfristige Bedarfsspitzen 15.000 m³ heißes Wasser bereit. So wird es in Schweriner Wohnungen auf Wunsch sofort gemütlich warm und niemand muss kalt duschen.

Grüne Fernwärme

 

„Dekarbonisierung des Fernwärmeerzeugung“ nennt sich das hohe Ziel der Wärmewende. Unser Weg in Schwerin für „grüne“ und somit klimafreundliche Wärmegewinnung liegt unter anderem in der Geothermie. 

Was unsere Anlage deutschlandweit einzigartig macht, ist die Nutzung von Wärmepumpen, welche die eigentlich zu kalte Sole aus 1.300 Metern Tiefe erhitzen und dadurch 15 Prozent des Fernwärmebedarfs der Landeshauptstadt decken. Im Vergleich zu Wind- oder Sonnenenergie steht Erdwärme ganzjährig und konstant zur Verfügung. Die genutzte Sole wird am Ende des Prozesses wieder in die ursprüngliche Gesteinsschicht zurückgeführt, wodurch ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Um die grüne Wärme auch effizient in die Haushalte zu transportieren, ist ein gut ausgebautes Fernwärmenetz notwendig. In Schwerin sind bereits 63 Prozent aller Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Schwerin steht mit Arbeitskleidung und Helm hinter einem Rohrsystem mit großen Handrädern.
dpa
Blaues Strichmännchen hält QR-Code in den Händen.

Auf Tour

Erleben Sie unsere Geothermie-Anlage
auf einer virtuellen und akustischen 
Entdeckungsreise mit beinahe allen Sinnen.

So funktioniert unsere Anlage am Energiestandort Schwerin Lankow

Der Animationsfilm veranschaulicht den Weg der Wärme aus der Tiefe, von der Sole über die Wärmepumpen, bis in die Schweriner Wohnungen.

Wärme aus Biogas

 

Unsere Biogasanlage am Energiestandort Süd ergänzt die Fernwärmeproduktion für die Landeshauptstadt. Insgesamt wurden im Jahr 2023 25 GWh Wärme erzeugt, was einem Anteil an der Fernwärmeerzeugung von 6,3 Prozent entspricht. 

Als erneuerbare Energieträger dienen Mais und Roggen, die auf Feldern in Mecklenburg-Vorpommern sowie Nordbrandenburg wachsen. Zehn feste Vertragspartner bauen die Rohstoffe an, lagern sie bei sich ein und liefern bedarfsgerecht an die BioEnergie Schwerin GmbH (BioE), Betreiber unser Biogasanlage.

Rund 38.000 Tonnen Mais, dazu 8.000 Tonnen so genannter Roggen-Grünpflanzenschnitt und bis zu 1.000 Tonnen reiner Körnermais kommen jährlich in der Anlage zum Einsatz. Zukünftig sollen auch andere, nachhaltigere Einsatzstoffe verwenden werden. 

Ein Mann mit Warnweste und Helm kniet vor einer großen Rohrleitung vor der Biogasanlage in Schwerin Süd.
Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)

Funktionsweise unserer Biogasanlage

Grafische Darstellung der Funktionsweise der Biogasanlage der Stadtwerke Schwerin

Nach der Anlieferung werden die nachwachsenden Rohstoffe je nach Energieträger vermischt oder portionsweise verarbeitet. Zur besseren Pumpbarkeit fügen wir ein Gärsubstrat hinzu. Der Zersetzungsprozess erfolgt in zwei Fermentern durch Bakterien bei einer Temperatur von 42 Grad Celsius. Dabei entsteht Biogas. Schwerer abbaubare Substanzen werden in Nachgärbehältern weiter zersetzt. Das entstandene Biogas wird anschließend aufbereitet und verdichtet. Die verbliebenen Gärreste nutzen unsere Partnerlandwirte als Biodünger.

Energiewende mit Sonne im Rücken

 

Wir schauen bereits auf zahlreiche Erfahrungsjahre zurück, in denen wir mit Sonnenstrom zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Im Jahr 2010 wurde die Gesellschaft für erneuerbare Energien Schwerin mbH (GES) eigens zu dem Zweck gegründet, Photovoltaikanlagen in Schwerin und im Umland zu errichten sowie zu betreiben. Daraufhin entstanden die ersten Dächflächenanlagen im Schweriner Stadtgebiet sowie zwei Freiflächenanlagen im direkten Umland .

Eine junge Frau mit Warnweste und Helm kniet zwischen Solarmodulen.
Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)

Fakten zu unseren PV-Anlagen

6

Dachflächenanlagen

2

Freiflächenanlagen

ca.
4
MW

Gesamtjahresleistung

Kontaktieren Sie uns gerne.

Stadtwerkemitarbeiterin Stefanie Malessa im Portrait.
Unternehmenskommunikation
Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)
Telefon: 0385 633-1190
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Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)
Bereich Unternehmenskommunikation
Eckdrift 43-45
19061 Schwerin