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Daten zur Fernwärme

Unsere Fernwärme ist für Immobilienbesitzer und Bauherren in Schwerin eine zukunftssichere Lösung. Sie wird fast vollständig durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt und erfüllt somit die gesetzlichen Vorgaben für Neu- und Bestandsbauten.
 

Fernwärme erfüllt das Gebäudemodernisierungsgesetz


Mit der Schweriner Fernwärme sind Immobilienbesitzer jederzeit auf der sicheren Seite. Denn auch im Rahmen des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) ist Fernwärme weiterhin eine zukunftsfähige und verlässliche Möglichkeit der Wärmeversorgung.
 

Das neue GModG ab dem 29. Juli 2026

Das Gebäudemodernisierungsgesetz legt fest, welche energetischen Vorgaben beim Neubau oder der Sanierung von Bestandsbauten eingehalten werden müssen. Es hat im Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst und gilt für fast alle beheizten oder klimatisierten Gebäude. Die Vorgaben betreffen vor allem die Heiztechnik und die Wärmedämmung.

Eine wesentliche Neuerung des Gesetzes ist der Wegfall der 65-Prozent-Regel. Neue Heizungen müssen demnach vorerst nicht mehr mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Beim Austausch können Eigentümer die Heiztechnik für ihre Immobilie frei wählen. Auch der Einbau von Gas- und Ölheizungen ist erlaubt. Allerdings gilt hier eine sogenannte „Biotreppe“. Das bedeutet, dass Gas oder Heizöl schrittweise ein verbindlicher Bioanteil beigemischt werden muss. Ab 2029 sind das 10 Prozent. Bis 2040 steigt der verpflichtende Anteil auf 60 Prozent.

Für Neubauten gilt: Ab 2030 müssen alle neu gebauten Immobilien als Nullemissionsgebäude errichtet werden. Das heißt, sie dürfen kein Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen verursachen.

Wer mit Schweriner Fernwärme heizt, ist schon heute auf der sicheren Seite, da er bereits die Vorgaben des Gesetzes erfüllt und sich klimabewusst verhält. Außerdem profitieren Fernwärmekunden automatisch von weiteren zukünftigen Investitionen in klimaneutrale und erneuerbare Wärmeerzeuger im Wärmenetz. 

Gute Aussichten für Schweriner Fernwärmekunden!

Zertifizierter Primärenergiefaktor


Der Primärenergiefaktor unserer Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung wurde mit 0,29 zertifiziert. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und gehört deutschlandweit zu den besten. Durchgeführt wurde die Zertifizierung von externen Gutachtern.

Der Primärenergiefaktor spielt im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) eine bedeutende Rolle, denn er bewertet die Energiebilanz eines Gebäudes. Deshalb ist er für Bauherren und Immobilienbesitzer eine wichtige Größe. 

Mit der Schweriner Fernwärme haben Sie mehr Spielraum und Sicherheit bei der Planung des optimalen und ökologisch notwendigen Wärmeschutzes für Ihre Immobilie.  

Ein glücklicher Vater trägt sein Kind Huckepack.
Konstiantyn Zapylaie - stock.adobe.com
Bescheinigung Primärenergiefaktor

Wir erfüllen die Anforderungen der Anlage 5.3b GEG für die Anwendung des vereinfachten Nachweisverfahrens.

Siegel Zertifikat

Häufige Fragen zum Primärenergiefaktor

Was ist der Primärenergiefaktor?

Der Primärenergiefaktor dient der besseren Vergleichbarkeit von Energieträgern. Er ist ein Maß für das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie.

Jeder Energieträger, wie beispielsweise Heizöl, Erdgas oder Biogas, weist einen spezifischen Primärenergiefaktor auf. Dieser berücksichtigt den Energieverlust bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung eines Energieträgers. Je umweltschonender die Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor. Ein geringer Primärenergiefaktor steht also für eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Ressourcen.

Warum ist ein niedriger Primärenergiefaktor für Immobilienbesitzer von Vorteil?

Immobilienbesitzer und Bauherren müssen sich an die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes halten. Bei Neubauten sowie wesentlichen Modernisierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden müssen beispielsweise bestimmte Mindestwerte für die Wärmedämmung eingehalten werden.

Darüber hinaus darf für Raumwärme und Warmwasser nur eine bestimmte Menge an Primärenergie aufgewendet werden. Neben der Bereitstellung der Wärme im Gebäude wird hierbei auch die aufgewendete Energie für den Transport aus den Lagerstätten bis in das Gebäude berücksichtigt. Diese Aufwendungen werden im Primärenergiefaktor bewertet.

Um einen hohen Primärenergieeinsatz auszugleichen, kann ein Immobilienbesitzer beispielsweise alternativ eine verstärkte Wärmedämmung installieren, eine hochwertige Verglasung einsetzen oder in effiziente Technik für die Heizungsanlage und Warmwasserbereitung investieren.

Je günstiger - also je niedriger - der Primärenergiefaktor ist, der bei der Energieversorgung eines Gebäudes ausgewiesen wird, desto niedriger sind die gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Dach, Wänden und Fenstern des Gebäudes. 

Fernwärme-Kunden haben mehr Spielraum und Sicherheit bei der Wärmedämmung ihrer Immobilie. Warum?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) gibt maximal zulässige Werte für den Primärenergiebedarf von Gebäuden vor. Hauseigentümer und Bauherren können dabei selbst entscheiden, wie sie die Grenzwerte einhalten wollen. Ein besserer Wärmeschutz oder eine effizientere Anlagentechnik stehen sich dabei als gleichberechtigte Energiesparmaßnahmen gegenüber.

Für Fernwärme setzt das GModG pauschal einen Primärenergiefaktor von 0,7 fest. Liegt aber ein zertifizierter günstigerer Primärenergiefaktor – wie bei der Schweriner Fernwärme – vor, kann dieser für die Bewertung herangezogen werden. Zusätzlich erfüllt die Schweriner Fernwärme auch die Anforderungen der Anlage 5.3b GEG für die Anwendung des vereinfachten Nachweisverfahrens.

Wer also mit effizienter Fernwärme heizt, kann beispielsweise seine Aufwendungen für die Wärmedämmung und die Verglasung reduzieren. So halten sich die finanziellen Aufwendungen für die Gebäudesanierung oder den Neubau oftmals in Grenzen, Mietkosten können niedriger ausfallen oder es steht Kapital für die Steigerung des Wohnwertes zur Verfügung.

Ein Beispiel: Um den ungünstigeren Primärenergiefaktor etwa von Heizöl (1,1) auszugleichen, müssen Hauseigentümer mehr in zusätzliche Dämmmaßnahmen bzw. baulichen Wärmeschutz (Wände, Fenster, Dach) investieren als beim Einsatz von Schweriner Fernwärme mit dem Primärenergiefaktor 0,29.

Warum hat die Schweriner Fernwärme einen vergleichsweise niedrigen Primärenergiefaktor?

In unseren Heizkraftwerken erzeugen wir Fernwärme im effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren. Unter Einsatz des Primärenergieträgers Erdgas werden Strom und Fernwärme gleichzeitig produziert. Deshalb ist die Ausnutzung des eingesetzten Erdgases besonders hoch.

Dieser Vorteil zeigt sich im Primärenergiefaktor für Fernwärme. Die Schweriner Fernwärme wurde mit dem Faktor 0,29 zertifiziert, während der Pauschalwert für Fernwärme 0,7 beträgt.

Ihre Frage war nicht dabei? Mehr Antworten auf häufige Fragen finden Sie in unserem Service-Bereich.

Ein kleines Mädchen liegt mit einem Buch auf dem Fußboden und schaut verträumt.

Geothermie: Grüne Wärme aus Schwerin

Rund 15 Prozent des Schweriner Fernwärmebedarfs werden besonders klimaschonend durch den Einsatz von regenerativer Erdwärme erzeugt.

CO2-Faktor: Bestwert für die Schweriner Fernwärme

Für das Fernwärmenetz der Stadtwerke Schwerin wurde durch den TÜV Nord ein Emissionsfaktor von 0 Gramm CO2eq je Kilowattstunde ermittelt. Damit liegt unsere Fernwärme deutlich unter dem pauschalen Emissionsfaktor von 180 Gramm CO2 je Kilowattstunde.  

Der Kohlendioxidfaktor ist gemäß dem Gebäudemodernisierungsgesetz eine wichtige Größe für die Erstellung eines Energieausweises. Er dient zur Berechnung der CO2-Emissionen eines Gebäudes.

 

Hintergründe zum Energieausweis:

Energieausweise geben Auskunft über den energetischen Zustand eines Gebäudes. Wer seine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, muss den Interessenten einen Energieausweis vorlegen. Energieausweise müssen unter anderem auch Informationen über die Treibhausgasemissionen des betreffenden Gebäudes enthalten. Diese werden in CO2-Äquivalenten (CO2eq) dargestellt.  

Zur Berechnung wird der spezifische Primärenergiebedarf bzw. -verbrauch des Gebäudes mit den pauschalen CO2-Emissionsfaktoren des Gebäudemodernisierungsgesetzes multipliziert.

Um die tatsächliche Erzeugungsstruktur möglichst realistisch abzubilden, dürfen Fernwärmenetzbetreiber einen von den pauschalen Werten abweichenden Emissionsfaktor berechnen lassen und veröffentlichen. Wie auch schon bei der Berechnung des Primärenergiefaktors führen hohe Anteile von Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen und aus Erneuerbaren Energien zu niedrigeren und somit günstigeren CO2-Faktoren. 

Für die in den Heizkraftwerken der Stadtwerke Schwerin anfallenden Treibhausgasemissionen werden im Rahmen des Europäischen Emissionsrechtehandels bereits seit 2005 Zertifikate erworben.

Kennzahlen des Schweriner Fernwärmenetzes


Mit einem innovativen Erzeugungskonzept setzen wir auf eine umweltverträgliche Wärmeversorgung unserer Landeshauptstadt. Dazu richten wir unser Fernwärmenetz immer nachhaltiger aus: Wir reduzieren schrittweise den Anteil fossiler Energieträger zugunsten erneuerbarer Energien und steigern die Energieeffizienz.

Eine Luftaufnahme der Schweriner Altstadt.
iStock.com/alxpin

Schon heute werden durch die Erzeugung unserer Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung enorme Mengen fossiler Brennstoffe eingespart. Klimaschädliche CO2-Emissionen und Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickoxide werden dadurch reduziert. 

  • KWK-Anteil der Fernwärmeversorgung1: 88,3 %
  • Anteil eingesetzter erneuerbarer Energien2 (durch Biomasse erzeugt): 6,06 %
  • Emissionsfaktor CO2-Äquivalent (nach GEG 2020)2: 0 g CO2eq/kWh
  • Primärenergiefaktor2: 0,29
  • Netzeinspeisung2: 362 GWh
  • Netzverluste (absolut)2: 82 GWh


1 Stand Zertifizierung: 05.01.2022; 2 Stand: 2025

Ihre Ansprechpartner

Unser Fernwärme-Team beantwortet Ihre Fragen zur Fernwärme, zum Ausbauprogramm sowie zum Anschluss Ihrer Immobilie an das Fernwärmenetz. Wir sind gern für Sie da.

Fernwärme-Team

Postadresse:

Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS)
Eckdrift 43-45
19061 Schwerin
Deutschland

Stadtwerkemitarbeiter Tilo Labs vom Fernwärme-Team
Tilo Labs
Stadtwerkemitarbeiterin Tina Becker vom Fernwärme-Team
Tina Becker
Stadtwerkemitarbeiter Stephan Riediger vom Fernwärme-Team
Stephan Riediger
Ein junges Paar liegt gemeinsam auf dem Sofa und lächelt sich an.

Alle Informationen zur Schweriner Fernwärme


Unsere Fernwärme ist nicht nur eine sehr komfortable, sondern auch eine der umweltverträglichsten Formen der Beheizung. Hier erfahren Sie mehr über die Schweriner Fernwärme.