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Ökostrom aus Wasserkraft

Energieerzeugung Ökostrom Strom Umwelt

Seit dem Jahr 2000 hat Deutschland seinen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von ca. sechs Prozent auf über 50 Prozent in 2023 erhöht. Eine beachtliche Leistung! Als Baustein im Bereich der Erzeugung ökologischen Stroms kommt auch Wasserkraft hier ins Spiel. 

Was ist Wasserkraft?


Kurz gesagt: Der Begriff Wasserkraft beschreibt die Umwandlung der Bewegungsenergie des Wassers in elektrische Energie. 

Dabei wird die Strömungsenergie von Flüssen oder die Höhenenergie in Stauseen durch ein Wasserkraftwerk in für uns nutz- und speicherbare Energie umgewandelt. 

Wasser läuft durch eine Schleuse.
iStock.com/Wirestock
Wichtig

Wie funktionieren Wasserkraftwerke?

Es gibt verschiedene Arten von Wasserkraftwerken. Das zugrunde liegende Prinzip der Energiegewinnung ist aber bei allen ähnlich: 

Wasserkraftwerke - egal welchen Typs - nutzen die Bewegungsenergie fließenden Wassers. Das Wasser wird im Kraftwerk durch eine Turbine geleitet. Die Turbine beginnt sich unter dem Druck des Wassers zu drehen und gibt die kinetische Energie an einen Generator ab. Dieser wandelt sie dann in für uns nutzbare elektrische Energie um.

Typen von Wasserkraftwerken

  • Ein Laufkraftwerk erzeugt mit Wasser Strom.
    Laufwasserkraftwerke

    Laufwasserkraftwerke sind die am meisten eingesetzten Wasserkraftwerke. Sie nutzen die kontinuierliche Fließbewegung von Flüssen und können so sehr zuverlässig Strom liefern.

  • Ein Pumpwasserkraftwerk.
    Speicherkraftwerke

    Höher gelegene Gewässer werden durch eine Staumauer zu einem Stausee gesammelt. Dort wird das Wasser in Zeiten erhöhten Energiebedarfs abgelassen, um Strom zu erzeugen. 

  • Ein Pumpspeicherkraftwerk
    Pumpspeicherkraftwerke

    Pumpspeicherkraftwerke funktionieren wie normale Speicherkraftwerke. Der Unterschied ist, dass das Wasser - nachdem es in den unteren See gelaufen ist - wieder nach oben gepumpt werden kann. Dies ist der Fall, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wurde, damit die Spannung im Netz gehalten wird. 

  • Ein Gezeitenkraftwerk erzeugt unter Wasser Strom.
    Gezeitenkraftwerke

    Gezeitenkraftwerke wandeln die Lage- und Bewegungsenergie des Meeres bei Ebbe und Flut in elektrischen Strom um. 

  • Wellen von oben betrachtet.
    Wellenkraftwerke

    Im Unterschied zum Gezeitenkraftwerk nutzt das Wellenkraftwerk nicht den Tidenhub zur Stromerzeugung, sondern die kontinuierliche Wellenbewegung. 

Vor- und Nachteile von Wasserkraft

Vorteile

  • Hoher Wirkungsgrad: Rund 90 Prozent der Wasserkraft wird in nutzbare Energie umgewandelt
  • Erneuerbare Energieform: Wasser ist eine unerschöpfliche und umweltfreundliche Ressource im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen
  • Im laufenden Betrieb von Wasserkraftwerken entstehen keine direkten CO₂-Emissionen
  • Konstante Stromerzeugung und Versorgungssicherheit: Wasser steht unbegrenzt und zumeist ohne Schwankungen zur Verfügung
  • Energiespeicher und -abnehmer zugleich (bei Pumpspeicherkraftwerken): Vorteil zum Halten der Netzspannung
  • Hochwasserschutz: Bei Überschwemmungen können Wasserkraftwerke eine gewisse Menge an Wasser zurückhalten
  • Das angestaute Wasser kann auch als Trinkwasserreservoir genutzt werden
  • Wasserkraftanlagen sind sehr langlebig 

Nachteile

  • großer Flächenverbrauch, ggf. Umsiedlung von Anwohnern nötig
  • Eingriffe in das Ökosystem. Mögliche Folgen: Veränderung der Fließgeschwindigkeit, des Sauerstoffgehalts und der Temperatur des Wassers, Beeinflussung des Grundwasserspiegels, Sedimentation und Erosion. Dadurch kann die lokale Flora und Fauna beeinträchtigt werden.
  • Lebensgefahr bei Dammbrüchen
Eine Frau im gelben Mantel fährt mit Ihrem Fahrrad durch einen Wald.

Jetzt zu Ökostrom wechseln

Für eine umweltfreundliche Zukunft: Holen Sie sich jetzt unseren Ökostrom aus reiner Wasserkraft. 

Häufige Fragen

Welche Länder sind die weltweit führenden Nationen im Bereich der Stromerzeugung per Wasserkraft?

Hier mischen China, Kanada, die USA, Brasilien und Russland ganz vorne mit. In Europa zählen wiederum Schweden, Frankreich und Norwegen zu den größten Erzeugern von Strom aus Wasserkraft. Bei uns in Deutschland ist die Stromerzeugung durch Wasserkraft vergleichsweise gering.

Woher stammt der Strom aus den Ökotarifen der Stadtwerke Schwerin?

Unser Ökostrom stammt aus verschiedenen Quellen. Je nach Tarif handelt es sich in der Regel um Ökostrom aus Mecklenburg-Vorpommern oder aus europäischen Wasserkraftwerken.

Gewerblichen Kunden mit Sonderverträgen erstellen gern ein individuelles Ökostrom-Angebot nach Wunsch.

Warum kommt der Wasserkraft-Strom der Stadtwerke Schwerin nicht aus deutschen Anlagen?

Länder wie Österreich und Norwegen sind aufgrund ihrer zahlreichen Berge, Seen und Flüsse für die Produktion von Strom aus Wasserkraft geografisch begünstigt. Daher spiegelt die Erzeugungsstruktur der Stromproduktion dort einen besonders hohen Anteil an erneuerbaren Energieträgern, insbesondere Wasserkraft, wider. Die Stadtwerke Schwerin machen sich diese günstigen Voraussetzungen beim Stromeinkauf zunutze, um umweltschonenden Strom aus reiner Wasserkraft preiswert anbieten zu können. Der von uns eingekaufte Ökostrom wird von den Wasserkraftwerken physisch in das europäische Stromnetz eingespeist. 

Welchen umweltbezogenen Nutzen bringt der Kauf des Ökostroms von den Stadtwerken Schwerin?
  • Mehr Nachfrage heißt mehr Angebot: 

    Nach den Grundsätzen der Marktwirtschaft wird das produziert, was nachgefragt wird. Wenn sich immer mehr Kunden für Ökostrom entscheiden, dann wird sich dies positiv auf die Erzeugung auswirken. Auch für uns gilt: Je mehr Kunden unseren Ökostrom nutzen, desto größer werden unsere Bestellmengen dafür sein. So trägt jeder Ökostromkunde dazu bei, dass der regenerativ erzeugte Stromanteil immer weiter steigt.
     

  • Wir bringen die Energiewende auf regionale Ebene voran:

    Vor Ort in Schwerin investieren wir in regenerative und umweltschonende Verfahren der Energieerzeugung. Dafür nutzen wir Geothermie, Biogas und Sonnenenergie sowie die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom. Den von uns selbst produzierten Ökostrom vermarkten wir zurzeit nicht direkt an Endverbraucher.